Um der nachfolgenden Sportlergeneration einen Eindruck von Freude am Fußball zu vermitteln, ist diese Geschichte als beispielhaft zu bezeichnen. Es war Ende der Fünfziger Jahre. Selbstverständlich wurde auswärts, wenn es über die Saalburg ging, immer mit dem Bus gefahren. Abfahrt um 12.30 Uhr spätestens vor dem Saalbau Ernst. Erste und zweite Mannschaft stets gemeinsam. Im Bus wurde immer gesungen. Wenn wir dann abends in Anspach einbogen hieß es immer: „In der Heimat angekommen, fängt ein neues Leben an....“ So war es auch an jenem Sonntagabend, wir sangen noch, als die ersten schon ausstiegen. Da rief ein Neugieriger über die Straße: „Wie hoch habt ihr dann gewonne?“ Unsere Antwort lautete: „Wir haben 4:1 verloren!“ Da schüttelte der Anspacher seinen Kopf und erwiderte: „4:1 verloren und da singt ihr noch, was seid ihr dann für Kerle?“
Dass auch Niederlagen dazu dienen, die Gemeinschaft erst recht zusammen zu schweißen und Motivation sind, es das nächste mal besser zu machen oder eventuell auch die Leistung des Gegners anzuerkennen, dem man eben, bei allem guten Willen, nicht Paroli bieten konnte, davon hatte der Fragende scheinbar noch nichts gehört.