Aber das schönste, spektakulärste Selbsttor während meines Fußballerdaseins hat nicht unser Käpt’n sondern unser, ein im ganzen Kreis gefürchteter Mittelstürmer, unserem Klasse-Torwart Wolfgang Schnabel versenkelt.

Es war folgende Situation. Wir spielten in Niederems, ein „heißes Pflaster“, ewiger Konkurrent um den Aufstieg, alles Kerle, mit wenigen Ausnahmen, über 1,85 groß und nicht geradezimperlich. Wolfgang schlug ab auf Linksaußen. Dort stand er, unser Goalgetter Werner Trybek, umringt, Mann gedeckt von gleich zwei Gegenspielern. Werner war schon pfiffig und konnte sich aus den meisten brenzligen Situationen heraus lavieren. Zur Ballannahme war keine Zeit, sonst hätte man ihn mit Ball „zusammengefaltet“, so was roch er schon 100 Meter gegen den Wind. Er wollt in seiner Bedrängnis den Abschlag wieder seinem Torwart zurückspielen. Aber er nahm ihn fataler weise volley. Schnabel stand noch an der Sechzehnerlinie und wusste nicht wie es ihm geschah. Das Leder flog in hohem Bogen aus einer Entfernung von ca. 50 m über ihn in den Kasten. Aber es ging alles noch gut, wir gewannen 2:1!